ABAP-Modularisierung: Makro, Subroutine & Funktionsbaustein
โก Intelligente Zusammenfassung
Die Modularisierung in ABAP fasst eine Folge von Anweisungen in wiederverwendbaren Einheiten zusammen, die vom Hauptprogramm einfach aufgerufen werden. Diese Seite erlรคutert Makros, Include-Programme, Unterprogramme, Funktionsbausteine โโund Funktionsgruppen und bietet Syntax, Beispiele und Auswahlkriterien fรผr jede Technik.

Was ist Modularisierung in ABAP?
Bei der Modularisierung von Quellcode wird eine Folge von ABAP-Anweisungen in einem Modul zusammengefasst. Anstatt dann alle Anweisungen im Hauptprogramm zu platzieren, wird lediglich das Modul aufgerufen. Bei der Programmgenerierung wird der Quellcode der Modularisierungseinheit so behandelt, als wรคre er physisch im Hauptprogramm vorhanden.
Notwendigkeit der Modularisierung
- Verbessern Sie die Struktur des Programms.
- Der Code ist leicht zu lesen
- Einfache Pflege des Codes
- Vermeidet Redundanz und fรถrdert die Wiederverwendung von Code
Verschiedene Modularisierungstechniken
- Verwendung von Makros
- Verwendung von Include-Dateien
- Unterprogramme
- Funktionsbausteine
Schauen wir uns jeden von ihnen im Detail an:
SAP- ABAP Makro
Wenn Sie dieselben Anweisungen mehr als einmal in einem Programm wiederverwenden mรถchten, kรถnnen Sie sie in ein Makro einbinden.
Ein Makro kann nur innerhalb des Programms verwendet werden, in dem es definiert ist, und es kann nur in Zeilen des Programms aufgerufen werden, die auf seine Definition folgen.
Makros kรถnnen fรผr lange Berechnungen oder komplexe WRITE-Anweisungen nรผtzlich sein.
Syntax
DEFINE <macro_name> 'Macro Statements END-OF-DEFINITION
Makros kรถnnen Parameter verwenden &N wobei N = 1,2,3โฆ
Beispiel:-
DATA: number1 TYPE I VALUE 1. DEFINE increment. ADD 1 to &1. WRITE &1. END-OF-DEFINITION. Increment number1. WRITE number1.
Ausgabe: 2
Ein Makro wird nur innerhalb eines Programms zur Kompilierzeit expandiert. Wenn derselbe Code von mehreren Programmen gemeinsam genutzt werden muss, wird stattdessen ein Include-Programm verwendet.
Programme einschlieรen
Include-Programme dienen ausschlieรlich der Modularisierung des Quellcodes und verfรผgen รผber keine Parameterschnittstelle.
Include-Programme ermรถglichen es Ihnen, denselben Quellcode in verschiedenen Programmen zu verwenden. Sie sind nรผtzlich, wenn Sie umfangreiche Datendeklarationen haben, die Sie in verschiedenen Programmen verwenden mรถchten.
Syntax
Include <include program Name>
Punkte zu beachten
- Include-Programme kรถnnen sich nicht selbst aufrufen.
- Include-Programme mรผssen vollstรคndige Anweisungen enthalten.
Ejemplo:
INCLUDE ZILX0004. WRITE: / 'User', SY-UNAME,/ 'Date', SY-DATUM. ================================ PROGRAM ZRPM0001. INCLUDE ZILX0004.
Include-Programme teilen sich zwar Code, kรถnnen aber keine Parameter empfangen. Unterprogramme fรผgen diese fehlende Parameterschnittstelle hinzu.
Unterprogramme
Unterroutinen sind Prozeduren, die Sie in jedem beliebigen Programm definieren kรถnnen ABAP-Programm und auch von jedem Programm aus aufrufbar. Unterprogramme werden normalerweise intern aufgerufen, das heiรt, sie enthalten Codeabschnitte oder Algorithmen, die lokal hรคufig verwendet werden. Wenn Sie mรถchten, dass eine Funktion im gesamten System wiederverwendbar ist, verwenden Sie einen Funktionsbaustein.
Syntax-
FORM <Subroutine> [<pass>]. <Statement block>. ENDFORM.
= Name des Unterprogramms
= Parameter werden รผbergeben
Arten von Unterprogrammen
- Intern
- Unterprogramm, das im selben Programm definiert ist, das aufgerufen wird.
- Kann auf alle im ABAP/4-Hauptprogramm deklarierten Datenobjekte zugreifen.
- Extern
- Unterprogramm, das auรerhalb des aufgerufenen Programms definiert ist.
- Muss verwendet werden Option oder deklarieren Sie Datenobjekte in gemeinsamen Teilen des Speichers.
Aufruf eines Unterprogramms
Interne Unterprogramme
PERFORM <subroutine> [<pass>]
= Name des Unterprogramms
= Parameter werden รผbergeben
Im Hauptprogramm deklarierte Daten sind automatisch verfรผgbar.
Externe Unterprogramme
PERFORM <subroutine>(<Program>) [<pass>]. PERFORM <subroutine> (<Program>) [<pass>] [IF FOUND]. PERFORM (<subroutine>) IN PROGRAM (<Program>) [<pass>] [IF FOUND]. PERFORM <index> OF <subroutine1> <subroutine2> <subroutine3> [<pass>].
Punkte zu beachten
- Verschachtelte Aufrufe sind in Unterprogrammen erlaubt (z. B. PERFORM innerhalb eines FORM โฆ ENDFORM ).
- Auch rekursive Aufrufe sind mรถglich.
- Um lokale Daten zu definieren, verwenden Sie die DATA-Anweisung nach FORM . Bei jedem Aufruf des Unterprogramms werden die Daten neu erstellt (mit einem Anfangswert) und am Ende (vom Stapel) freigegeben.
- Um globale Daten zu definieren, die in einer Unterroutine verwendet werden, verwenden Sie die LOCAL-Anweisung nach FORM . Die Werte werden beim Betreten des Unterprogramms gespeichert und am Ende (vom Stapel) freigegeben.
๐ก Tipp: Unterprogramme gelten in ABAP Objects als veraltet. Neuentwicklungen sollten wiederverwendbare Logik in Methoden einer Klasse implementieren und Funktionsbausteine โโverwenden, wenn eine Schnittstelle fรผr Remote-Zugriff oder systemweite Anwendungen benรถtigt wird.
Funktionsbausteine
Funktionsmodule sind allgemeine ABAP/4-Routinen, die jeder verwenden kann. Tatsรคchlich ist eine groรe Anzahl an Standardfunktionsmodulen verfรผgbar.
Funktionsmodule sind in Funktionsgruppen organisiert: Sammlungen logisch verwandter Funktionen. Ein Funktionsbaustein gehรถrt immer zu einer Funktionsgruppe.
Syntax-
FUNCTION <function module> <Statements> ENDFUNCTION.
Wichtige Informationen zum Funktionsmodul
- Verwaltung
- Parameter importieren/รคndern/exportieren.
- Tabellenparameter/Ausnahmen.
- Dokumentation
- Quellcode โ L U01 . ist die Funktionsgruppe
- Globale Daten โ L TOP .Globale Daten fรผr die Funktionsgruppe โ Zugriff รผber alle Funktionsmodule in der Funktionsgruppe.
- Hauptprogramm โ SAPM Enthรคlt die Liste aller Include-Dateien fรผr diese Funktionsgruppe
Rufen Sie einen Funktionsbaustein auf
Um einen Funktionsbaustein aufzurufen, verwenden Sie die CALL FUNCTION-Anweisung:
CALL FUNCTION <module> [EXPORTING f1 = a 1.... f n = a n] [IMPORTING f1 = a 1.... f n = a n] [CHANGING f1 = a 1.... f n = a n] [TABLES f1 = a 1.... f n = a n] [EXCEPTIONS e1 = r 1.... e n = r n [ERROR_MESSAGE = r E] [OTHERS = ro]].
Jedes Funktionsmodul befindet sich innerhalb einer Funktionsgruppe. Im nรคchsten Abschnitt wird daher erklรคrt, wie dieser Container funktioniert.
Funktionsgruppen
Funktionsgruppen sind Container fรผr Funktionsmodule. Tatsรคchlich gibt es eine groรe Anzahl von Standard-Funktionsgruppen.
Alle Funktionsbausteine โโeiner Funktionsgruppe kรถnnen auf die globalen Daten der Gruppe zugreifen.
Wie ausfรผhrbare Programme (Typ 1) und Modulpools (Typ M) kรถnnen Funktionsgruppen Dynpros, Selektionsbilder und Listen enthalten.
Punkte zu beachten
- Funktionsgruppen kรถnnen nicht ausgefรผhrt werden.
- Der Name einer Funktionsgruppe kann bis zu 26 Zeichen lang sein.
- Beim Anlegen einer Funktionsgruppe oder eines Funktionsbausteins werden das Hauptprogramm und die Include-Programme automatisch generiert.
- Funktionsgruppen kapseln Daten.
So erstellen Sie eine Funktionsgruppe
- Gehen Sie zur Transaktion SE80.
- Wรคhlen Sie im Dropdown-Menรผ โProgrammโ aus.
- Geben Sie den Namen der Funktionsgruppe ein, die Sie erstellen mรถchten. Im Allgemeinen beginnen benutzerdefinierte Funktionsgruppen mit โZโ. z.B - . Drรผcken Sie die Eingabetaste.
- Beachten Sie, dass das TOP-Include standardmรครig erstellt wird, wenn der Benutzer die Option zum Erstellen eines TOP-Includes aktiviert.
So erstellen Sie einen Funktionsbaustein
- Erstellen Sie eine Funktionsgruppe (z. B. โZCALโ).
- Erstellen Sie ein Funktionsmodul, legen Sie die Attribute wie (Funktionsgruppe, Anwendung, Kurztext und Prozesstyp) fest und speichern Sie.
- Die Include-Datei โLZCALU01โ enthรคlt den Quellcode des ersten Funktionsmoduls.
- Die Include-Datei โLZCALTOPโ enthรคlt globale Daten.
- HauptprogrammโSAPLZCALโ enthรคlt
- Globale Daten Include-Datei โLZCALTOPโ
- Funktionsbausteine โโbeinhalten die Datei โLZCALUXXโ
- Benutzerdefinierte Include-Dateien โLZCALF..โ, โLZCALO..โ und โLZCALI..โ
- Definieren Sie Schnittstellenparameter und Ausnahmen
- Schreiben Sie den Quellcode
- Funktionsbaustein aktivieren
- Testen des Funktionsmoduls โ Einzeltest und Debugging
- Dokumentieren und Freigeben eines Funktionsbausteins
Wie man die richtige Modularisierungstechnik auswรคhlt
Die vier Techniken รผberschneiden sich, daher hรคngt die Entscheidung vom Umfang der Wiederverwendung und davon ab, ob eine Parameterschnittstelle erforderlich ist.
| Technik | Umfang der Wiederverwendung | Parameterschnittstelle | am besten geeignet fรผr |
|---|---|---|---|
| Makro | Ein Programm, nach der Definitionszeile | Positionsplatzhalter &1 bis &9 | Kurze, wiederholte Anweisungen, lange Berechnungen, komplexe WRITE-Ausgabe |
| Programm einschlieรen | Jedes Programm, das die Einschlusskriterien benennt | Keine Prรคsentation | Gemeinsame Datendeklarationen und gemeinsamer Quellcode |
| Unterprogramm (FORM) | Lokal oder extern mit PERFORM โฆ IN PROGRAM | VERWENDEN, รNDERN, TABELLEN | Logik wird innerhalb eines Programms hรคufig wiederverwendet. |
| Funktionsbaustein | Gesamtes System, einschlieรlich Fernanrufe | IMPORTIEREN, EXPORTIEREN, รNDERN, TABELLEN, AUSNAHMEN | Routinen, die von mehreren Anwendungen gemeinsam genutzt und in einer Funktionsgruppe gekapselt werden |
Eine kurze Regel deckt die meisten Fรคlle ab: Verwenden Sie ein Makro fรผr Kurzschreibweisen innerhalb eines Programms, ein Include fรผr gemeinsam genutzte Deklarationen, eine Unterroutine fรผr lokale Logik und ein Funktionsbaustein, wenn die Routine von รผberall im System aufgerufen werden muss. Das ist alles zur Modularitรคt in ABAP.
