Was ist ein Infocube in SAP BI/BW? Wie erstellt man eins?
โก Intelligente Zusammenfassung
Ein InfoCube in SAP BW ist ein in sich geschlossener, multidimensionaler Datensatz, der auf dem erweiterten Sternschema basiert und Kennzahlen aus Faktentabellen speichert, die von Dimensionstabellen umgeben sind. Er dient sowohl als Datenziel als auch als InfoProvider fรผr die Berichterstellung.

Was ist ein InfoCube?
Ein InfoCube ist ein Datenspeicherbereich, in dem wir Daten verwalten.tracEin InfoCube wird physisch vom Quellsystem getrennt. Er kann sowohl als Datenziel als auch als InfoProvider fungieren. Aus Reporting-Sicht lรคsst sich ein InfoCube als in sich geschlossener Datensatz beschreiben.
Ein Beispiel: Ein InfoCube zum Umsatz mit Dimensionen wie MONAT, PRODUKT, KUNDE und REGION kann รผber jede beliebige Achse angezeigt werden, beispielsweise als Gesamtumsatz nach Region oder nach Kunde. Die Dimensionen eines InfoCubes sind Entitรคten oder Hierarchien.
BIW (Business Intelligence Warehouse) bietet die Mรถglichkeit, 16 Dimensionen zu definieren, von denen 3 vordefiniert sind.
Der obige Wรผrfel veranschaulicht einen einfachen dreidimensionalen Wรผrfel. Jede Dimension kann 248 Merkmale zur Analyse aufnehmen. Ein Quadrat im Wรผrfel reprรคsentiert den relativen Wert fรผr die entsprechende Kombination aus Kunde, Region und Abteilung.
InfoCube-Struktur
- Ein InfoCube folgt dem erweiterten Sternschema.
- Es verfรผgt รผber eine Faktentabelle im Zentrum, die von 16 Dimensionstabellen umgeben ist, wobei die Stammdaten auรerhalb des Cubes liegen.
- InfoCubes sind das zentrale multidimensionale Datenmodell in Business Intelligence.
- Es handelt sich um einen in sich geschlossenen Datensatz, der einen oder mehrere zusammenhรคngende Geschรคftsprozesse umfasst. Ein Benutzer, der einen Bericht erstellt, kann Abfragen fรผr einen InfoCube definieren oder ausfรผhren.
- Es speichert zusammengefasste oder aggregierte Daten รผber lange Zeitrรคume. Ein InfoCube besteht aus genau einer Faktentabelle, die von Dimensionstabellen umgeben ist.
- SAPDie vorgefertigten InfoCubes beginnen mit einer Zahl, รผblicherweise 0. Ihr eigener InfoCube sollte mit einem Buchstaben von A bis Z beginnen und 3 bis 9 Zeichen lang sein.
Arten von InfoCubes
Ein InfoCube wird anhand der Art der Datenverwaltung und -verteilung in drei Typen eingeteilt.
- Standard-InfoCube: Die Daten werden physisch im Cube gespeichert. Nur-Lese-Zugriff ist mรถglich.
- Virtueller Infowรผrfel: Die Daten werden nicht physisch im Cube gespeichert. Sie werden wรคhrend der Abfrageausfรผhrung aus dem jeweiligen Quellsystem abgerufen.
- Echtzeit-Infowรผrfel: Die Daten werden physisch im Datenwรผrfel gespeichert. Lese- und Schreibzugriffe sind mรถglich. Er wird insbesondere fรผr die Datenplanung genutzt.
So erstellen Sie einen Standard-InfoCube
Schritt 1) InfoCube erstellen.
- Gehen Sie zum Transaktionscode RSA1.
- Klicken Sie auf die Schaltflรคche OK.
Schritt 2)
- Navigieren Sie zur Registerkarte โModellierungโ -> InfoProvider.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf InfoArea.
- Klicken Sie im Kontextmenรผ auf โInfoCube erstellenโ.
Schritt 3)
- Geben Sie den technischen Namen ein.
- Geben Sie die DescriptIon.
- Wรคhlen Sie den Optionsknopf โStandard-InfoCubeโ.
Klicken Sie auf die Schaltflรคche Erstellen.
Schritt 4) Rechtsklick auf Dimension 1 -> Eigenschaften.
Schritt 5) Benennen Sie die Dimension entsprechend den InfoObject-Informationen um.
Schritt 6) Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Dimension -> InfoObject Direkteingabe, um einzufรผgen InfoObjects in die Dimension.
Schritt 7) Wรคhlen Sie Merkmale aus.
Schritt 8) Wรคhlen Sie unter โMerkmaleโ die Airline-ID aus.
Ziehen Sie es per Drag & Drop in die gewรผnschte Dimension.
Schritt 9) Erstellen Sie analog dazu neue Dimensionen und befolgen Sie die Schritte 4-8, um die InfoObjects hinzuzufรผgen.
Schritt 10) Fรผgen Sie dem InfoCube Kennzahlen-InfoObjects hinzu.
Schritt 11) Folgen Sie dem oben beschriebenen Prozess, um weitere Kennzahlen hinzuzufรผgen.
Schritt 12) Aktivieren Sie den InfoCube.
InfoCube Zusatzpunkte
Der technische Name der Dimensionstabelle wird vom System anhand des Musters /BIC/D vergeben. #, wobei die erste Zahl 1, die zweite 2 usw. ist. Fรผr ein SAP-gelieferter Cube, er beginnt mit /BI0/D.
Charakteristische InfoObjects kรถnnen beliebig zu benutzerdefinierten Dimensionen hinzugefรผgt werden. Dimensionstabellen sollten optimal genutzt werden. Achten Sie beim Hinzufรผgen charakteristischer InfoObjects zu Dimensionen auf eine optimale Kardinalitรคt. Beispiel: Ein Warenhaus hat 10,000 Kunden und 1,000 verschiedene Materialien; die Kardinalitรคt betrรคgt m:n, d. h. jeder Kunde kann mehrere Materialien kaufen. Eine solche Kardinalitรคt sollte nicht in derselben Dimensionstabelle hinterlegt werden.
Faustregel: Vermeiden Sie m:n innerhalb einer Dimension.
Best Practices
- Verwenden Sie einen Standard-InfoCube, um die mehrdimensionale Analyse zu erleichtern.
- Nutzen Sie es, um zusammengefasste oder aggregierte Informationen mit einem groรen Datenvolumen zu speichern.
- Verwenden Sie eine Positionsdimension, wenn nur ein Objekt in einer Dimensionstabelle platziert wird.
- Zeigen Sie gegebenenfalls Charakterinformationen รผber Navigationsattribute an.
Zu vermeidende Punkte
- Gruppieren Sie die m:n-Kardinalitรคt nicht innerhalb derselben Dimension.
- Hochkardinale Informationen sollten nicht in einer Dimensionstabelle ohne Positionsdimension gespeichert werden.
















