Sternschema und erweitertes Sternschema in SAP BI/BW

โšก Intelligente Zusammenfassung

Sternschema und erweitertes Sternschema in SAP BW organisiert Daten in Fakten- und Dimensionstabellen, wobei das erweiterte Modell Dimensionen รผber SID-Tabellen mit Stammdaten verknรผpft, was eine wesentlich grรถรŸere Analysetiefe und Stammdatenwiederverwendung ermรถglicht.

  • โญ Klassisches Sternschema: Eine zentrale Faktentabelle, umgeben von Dimensionstabellen, die Stammdaten innerhalb des Cubes enthalten.
  • ๐Ÿ”— Erweitertes Sternschema: SID-Tabellen verknรผpfen Dimensionen mit Stammdaten, die auรŸerhalb des Cubes zur Wiederverwendung gespeichert sind.
  • ๐Ÿ“ Analysetiefe: Das erweiterte Modell ermรถglicht 16 Dimensionen mal 248 SID-Tabellen fรผr eine umfassendere Analyse.
  • ๐Ÿ”‘ SID-Tabellen: Surrogate IDs verbinden Dimensionstabellen mit Attribut-, Text- und Stammdatentabellen.
  • ๐Ÿ“Š Faktentabelle: Eine Faktentabelle enthรคlt Kennzahlen und unterstรผtzt bis zu 233 messbare Kennzahlen.
  • ๐Ÿค– KI-Unterstรผtzung: KI und SAP HANA optimiert diese Modelle fรผr schnelle, umfangreiche analytische Abfragen.

Sternschema und erweitertes Sternschema in SAP BI/BW

Was ist ein Schema?

In einem Datenbankmanagementsystem (DBMS) reprรคsentiert ein Schema die relationale Datenbank. Es definiert die Tabellen, die Felder jeder Tabelle und die Beziehungen zwischen Feldern und Tabellen. Anders ausgedrรผckt: Ein Schema ist eine Sammlung von Datenbankobjekten, einschlieรŸlich Tabellen, Sichten, Indizes und Synonymen. Schemas werden รผblicherweise in einem Datenwรถrterbuch gespeichert.

Was ist ein klassisches Sternschema?

Ein klassisches Sternschema ist ein mehrdimensionales Datenmodell. Es basiert auf einem zentralen Faktentabelle umgeben von mehreren Dimensionstabellen in Form eines Sterns (daher der Name).

Ein InfoCube besteht aus mehreren InfoObjects (Merkmale und Kennzahlen) und ist nach dem Sternschema strukturiert. Es gibt eine groรŸe Faktentabelle mit Kennzahlen fรผr den InfoCube, die von vielen Dimensionstabellen umgeben ist, welche den Stern bilden. Eine Faktentabelle kann maximal 16 Dimensionen haben.

Die Vorteile des Sternschemas liegen in der einfachen Aufteilung der Daten, dem leichten Verstรคndnis und der verbesserten Leistung.

Sternschema in SAP BI/BW

Was ist ein erweitertes Sternschema?

Im erweiterten Sternschema sind die Faktentabelle und die Stammdatentabelle รผber eine SID-Tabelle (Surrogate ID) verbunden. Faktentabelle und Dimensionstabelle befinden sich innerhalb des Cubes, die Stammdaten hingegen auรŸerhalb. Die Analysekapazitรคt betrรคgt 16 ร— 248 (SID-Tabellen). Im Gegensatz zum klassischen Sternschema ist die Faktentabelle klein und die Dimensionstabelle groรŸ. Im erweiterten Sternschema enthรคlt die Dimensionstabelle keine Stammdaten.

Erweitertes Sternschema in SAP BI/BW

Die verschiedenen Komponenten eines erweiterten Sternschemas sind:

  1. Die Attributtabelle enthรคlt die Attribute der Stammdaten.
  2. Die SID-Tabelle erstellt fรผr jeden Stammdatensatz eine eindeutige SID (Surrogate ID).
  3. Die Dimensionstabelle erstellt fรผr jede eindeutige Kombination von SIDs eine DimID (maximal 248 SID-Merkmale kรถnnen in einer Dimensionstabelle aufgenommen werden).
  4. Die Texttabelle enthรคlt Beschreibungen der Stammdaten.
  5. Die Faktentabelle enthรคlt eine eindeutige Kombination aus DimIDs und Kennzahlen (maximal 233 Kennzahlen kรถnnen in einer Faktentabelle untergebracht werden).

Erweitertes Sternschema in SAP BI/BW

Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel dafรผr, wie eine Faktentabelle eines InfoCubes aussieht.

Erweitertes Sternschema in SAP BI/BW

Nachfolgend finden Sie die Dimensions- und SID-Tabellen.

Erweitertes Sternschema in SAP BI/BW

Nachfolgend sind die Stammdaten- und Texttabellen der InfoObjects aufgefรผhrt.

Erweitertes Sternschema in SAP BI/BW

InfoCube: Beispiel eines erweiterten Sternschemas

Nachfolgend ein Beispiel eines InfoCubes, der das erweiterte Sternschema zeigt.

Schritte zur Erlรคuterung des erweiterten Sternschemas eines InfoCubes:

  1. Die Faktentabelle des InfoCubes hat den Wert 3.
  2. Der Wert der Faktentabelle (โ€ž3โ€œ) wird in der Dimensionstabelle abgebildet.
  3. Der Dimensions-ID โ€ž3โ€œ ist eine SID in der SID-Tabelle zugeordnet.
  4. Der SID-Wert wird den Text- und Stammdatentabellen zugeordnet.

InfoCube Beispiel Erweitertes Sternschema

Hรคufig gestellte Fragen

Eine SID-Tabelle (Surrogate ID) ordnet jedem Stammdatenwert einen kurzen, eindeutigen ganzzahligen Schlรผssel zu. Im erweiterten Sternschema verknรผpfen SID-Tabellen Dimensionstabellen mit Stammdaten-, Text- und Attributtabellen, wodurch die Join-Performance und die Wiederverwendbarkeit verbessert werden.

Die Stammdaten werden auรŸerhalb des InfoCubes in separaten Attribut-, Text- und SID-Tabellen gespeichert, nicht innerhalb der Dimensionstabellen. Diese Trennung ermรถglicht die Wiederverwendung derselben Stammdaten in mehreren InfoCubes, anstatt sie zu duplizieren.

Eine Faktentabelle speichert die messbaren Kennzahlen und die zugehรถrigen Dimensions-IDs (DimIDs). Eine Dimensionstabelle gruppiert verwandte Merkmale und verknรผpft diese รผber SID-Tabellen mit den Stammdaten, die sie beschreiben. Faktentabellen sind groรŸ, Dimensionstabellen kleiner.

Ja. SAP HANA und maschinelles Lernen analysieren Abfragemuster, um Aggregationen, Partitionierungen und Modellรคnderungen zu empfehlen. SAP Datasphere und Analytics Cloud, KI schlรคgt darรผber hinaus Modelle vor und liefert Erkenntnisse aus dem zugrunde liegenden Schema.

Maschinelles Lernen liest die bereinigten, strukturierten Fakten- und Dimensionsdaten, um Prognose- und Anomalieerkennungsmodelle zu trainieren. Die konsistenten Schlรผssel und Stammdaten des Sternschemas bilden eine zuverlรคssige Grundlage fรผr KI-gestรผtzte Analysen und Planung.

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